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Im Herzen des Waldviertels entsprungen, hat der Kamp auf seinem Weg zur Donau in das von Granit- und Gneisböden dominierte Hochland der Böhnmischen Platte ein zum Teil schluchtenartiges Tal gegraben – das Kamptal.
Am Unterlauf verändert sich der Fluss elementar. Er verliert seinen wilden Charakter, wird disziplinierter und fließt ruhig seiner Mündung in die Donau entgegen. Und mit dem Kamp verwandelt sich auch die Landschaft. Das Tal wird allmählich breiter und verzweigter, die Hügellandschaft weicht dem Flachland, der Wald dem Wein.
So ist der Kamp Namensgeber für das Kamptal. Der Hauptort Langenlois ist eine der größten Weinstädte Österreichs und mit 3.582 Hektar Rebfläche und zahlreichen international bekannten Betrieben ist das Kamptal eines der erfolgreichsten Weinbaugebiete des Landes. Hier verschmelzen Kultur und Tourismus mit dem Weinbau.
Die Bezeichnung Kamptal DAC steht seit dem Jahrgang 2008 für Weine aus Grünem Veltliner oder Riesling, entweder vom klassischen Typ oder wie bei Anida als kraftvoll-trockene Reserve.
Auf den steilen Terrassen am Südhang wurzeln hauptsächlich Rieslingreben, die kraftvolle, mineralische und vor allem langlebige Weine hervorbringen. Aufgrund der steilen Hänge kann sich hier keine Lössauflage bilden. Der Boden ist daher ein ausgezeichneter Nährboden für den Riesling.
Auf der gegenüberliegenden Seite prägen Löss- und Lehmböden die Weinberge. Diese Bodenformationen bieten ideale Voraussetzungen für klassische, aber auch besonders kräftige Grüne Veltliner.
Die klimatische Dynamik im Kamptal zwischen dem heißen pannonischen Becken im Osten und dem kühlen Waldviertel im Nordwesten macht sich in den Weinen deutlich bemerkbar. Das Spiel zwischen Hitze am Tag und den eher zurückhaltenden Nachttemperaturen verleiht den Trauben große Aromafinesse und eine lebendige Säure.




